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Für Heldinnen

Diakonische Verantwortung

Vorläufiger Beschluss des Synodalkreises im Rahmen des synodalen Gesprächs- und Veränderungsprozess „Heute bei dir“

Jeder kirchliche Vollzug muss diakonisch sein.

Der diakonische Auftrag des Evangeliums ist der gesamten Kirche anvertraut.

  • Die Akteure im Bistum Aachen sollen sich dem Auftrag stellen, ihr diakonisches Profil zu überprüfen, zu entwickeln und erkennbar zu machen.
  • Das soll auf allen Ebenen im Bistum Aachen strukturell umgesetzt werden.
  • Dabei soll die Rolle als sozialpolitischer Akteur in der Gesellschaft in guter Abstimmung aller Anspruchsgruppen (Bistum, Verbände, Ev. Kirche etc.) entfaltet werden.
  • Die soziale Lage im Bistum Aachen wird regelmäßig analysiert und veröffentlicht.
Diakonische Befähigung der Akteure

Der Synodalkreis beschließt eine Befähigungsoffensive zur Stärkung und Qualifizierung des diakonisch-missionarischen Profils.

Diakonische Kompetenzzentren

Der Synodalkreis beschließt die Einrichtung und die Stärkung von Kompetenzzentren in Kooperation zwischen dem Bistum Aachen in seiner territorialen Struktur, Einrichtungen und Verbänden, die subsidiär Projekte, Initiativen vor Ort und ökumenische Synergien vernetzen, unterstützen und fördern.

An der Umsetzung des Beschlusses werden die Anspruchsgruppen der bisherigen diakonischen und pastoralen Arbeit beteiligt.

Dieser vorläufige Beschluss zu Diakonische Verantwortung (BAG 6) wurde am 06.11.2021 im KonsenT beschlossen.

Ralf Linnartz, Mitglied der Basis-AG

Ralf Linnartz

„Katholische Kirche wird bei den Menschen hier bei uns nur noch durch überzeugendes diakonisches Handeln neues Vertrauen gewinnen können. Umso mehr braucht es eine bewusste Entscheidung für die Ausrichtung, sich im Ganzen als diakonisches Bistum an die Seite der Menschen zu stellen und entsprechende Investitionen, um dies zu gewährleisten!“

Stephan Jentgens, Mitglied des Synodalkreises

Stephan Jentgens

„Jeder kirchliche Vollzug muss diakonisch sein. Diesem Anspruch sollen sich alle Akteure im Bistum Aachen stellen. Hierzu sollen die Engagierten im Bistum Aachen befähigt und durch diakonische Kompetenzzentren unterstützt werden. Damit kann das Evangelium, die Frohe Botschaft Jesu Christi, in der heutigen Zeit tatkräftige Hände und Füße bekommen.“

Warum das Thema wichtig ist

  • Nächstenliebe ist ein Grundvollzug kirchlichen Handelns und ein Kern der Botschaft des Evangeliums.
  • Die Caritas vor Ort ist ein Zeugnis für die menschgewordene Liebe Gottes.
  • Das Bedürfnis nach dem Erleben persönlicher Nähe übersteigt häufig das reale Angebot.
  • Vielfach ist dieses Erleben von Nähe aber das Tor zu den Lebenswelten der Menschen.

Das Bistum Aachen steht als diakonisches Bistum an der Seite der Menschen

Der Markenkern des Bistums Aachen soll seine diakonische Verantwortung sein. Das ist eine der Kernaussagen der Basis-AG 6. Der Grund: Aktuell besteht die Gefahr eines massiven Glaubwürdigkeitsverlustes von Kirche durch eine kulturelle und strukturelle Verengung auf interne Herausforderungen; mit der Folge, dass die Kirche immer stärker den Anschluss an die Lebenswirklichkeit der Menschen und an reale gesellschaftliche Probleme verliert. Leitende Kriterien für die Empfehlungen der Basis-AG sind dabei der Auftrag des Evangeliums und die Lebenssituation der Menschen. Mit Hilfe von multiprofessionellen Teams in den größer werdenden pastoralen Räumen sollen konkrete und überprüfbare Schritte einer Haltungsänderung und Konkretisierung beschritten werden. Dies soll unter anderem durch die Einrichtung von Kompetenzzentren „Sozialpastoral“, eines Analyse-und Berichtswesen und durch die Förderung und Finanzierung von innovativen Ansätzen erreicht werden. Es braucht grundsätzlich und dauerhaft eine gegenseitige Qualifizierung des pastoralen und sozialen Personals sowie von freiwillig Engagierten.

Die konkreten Ziele

Oberziel

Auf allen Ebenen der Kirche ist die diakonische Dimension der Jesusnachfolge theologisch, kulturell und praktisch zu verankern. Die Landschaft an Trägern und Einrichtungen, die den Menschen eine kirchliche Wegbegleitung anbieten, ist kurzfristig zu festigen, zu stärken und zu vernetzen. In die multiprofessionellen Teams der künftigen, größeren pastoralen Räume und Zentren sind von vorneherein hauptberufliche Expert/-innen in diakonischen Fragen fest zu integrieren.