Digitalisierung

Digitalisierung

 

 

Warum das Thema wichtig ist

Zur Neu-Positionierung der Kirche im Bistum Aachen im Rahmen des Heute bei Dir Prozesses gehört insbesondere die Berücksichtigung der gesellschaftlichen Umwälzungen durch die Digitalisierung, deren Veränderungskraft kaum abzusehen ist – wie sie schon seit einiger Zeit in der „vierten industriellen Revolution“ erkennbar und aktuell in der Coronakrise täglich spürbar ist.

In der ersten Prozessphase wurden viele Aspekte der Digitalisierung bereits erkennbar, daher wurde eine interdisziplinäre AG beauftragt, dieses Querschnittsthema übergreifend aufzunehmen und Entscheidungsvorschläge zu unterbreiten, welche Beiträge Digitalisierung zur Positionierung der Kirche erbringen kann. Mitglieder der AG kamen unter anderem aus dem Generalvikariat, aus dem Caritas und der Innovationsplattform sowie über die Einbindung externer Digitalisierungsexperten. Über letztere wurden auch Erkenntnisse der BasisAGs mit einbezogen.  Im Rahmen von vier themenspezifischen, größeren Workshps wurden ebenfalls Erkenntnisse und Stimmen aus dem Pastoralen Feld, aus Kirchengemeinden, diversen Einrichtungen aber auch digitale Expertise aus dem überdiözesanen und dem regionalen Bereich eingebunden. 

Organisatorisch folgte die AG einer vom DigitalHub Aachen entwickelten Methodik zur Entwicklung einer Digitalisierungsstrategie, dem sogenannten Strategy Spring. Daraus entwickelten sich 4 Oberthemen, die im Rahmen von Workshops mit Experten und Nicht-Experten vertieft und ausgewertete wurden.  Im Rahmen eines Berichtes wurden die Ergebnisse aus den Workshops angereichert um Vorschläge und Ergebnisse aus der Innovationsplattform und den Basis AGs zusammengefasst und mit Entscheidungsvorschlägen versehen.

Zusammenfassende Erkenntnisse

Die Aufgabe: Worum geht es?

Eine Vision sowie Roadmap zur digitalen Transformation unterschiedlicher Bereiche für die Kirche im Bistum Aachen zu entwickeln und auf Chancen (pastorale Innovation, Effizienzsteigerung, neue Art der Kommunikation, Reichweitenerhöhung, neue Geschäftsmodelle) sowie Risiken (Wesensfremdheit, Widerstände etc.) hinzuweisen.

Begründung: Warum muss eine Entscheidung getroffen werden?

Digitalisierung ist als MegaThema – egal ob im privaten, wirtschaftlichen, institutionellen oder politischen Bereich – omnipräsent. Sie ändert allgegenwärtig unser tägliches Handeln, oftmals ganz unbemerkt. Viel öfter aber ganz bewusst und uns alle fordernd. Dies bietet neue Chancen, stellt aber auch neue Anforderungen auch an uns als Bistum in Führung, Kultur, Prozessen und Kommunikation. Auch wir als Institution müssen erkennen, dass wir unsere Organisation zu einem sozio-technischen System, in der Pastoral digital affin und präsent strukturieren müssen, damit wir unsere Mitglieder, aber auch Menschen, die uns noch nicht kennen oder aus Gründen mangelnder Nähe schon verlassen haben, bedarfsgerecht und in ihren Lebensräumen erreichen.

Schon heute wird Kirche oftmals als eine Art Gegenwelt zur Real-Gesellschaft verstanden. Getrennt durch eine digitale Linie, mit der analogen Kirche auf der einen und der digitalen Gesellschaft mit neuen und anders gestalteten Lebensräumen und Erwartungen auf der anderen Seite. 

Verzögern oder verpassen wir diesen Transformationsprozess, stellt sich zunehmend die  Relevanz- und Wirkungsfrage der Kirche im Allgemeinen und des Bistums im Speziellen.

Im Rahmen der Arbeit der AG wurden folgende vier Handlungsfelder als Schwerpunkte identifiziert:

  • Digitale Services („digitale Dienstleistungen“ und Prozesse, dies wurde insbesondere am Beispiel: Wie kann eine Trauerbegleitung durch Digitalisierung unterstützt werden, analysiert)
  • Wesensfremdheit von Digitalisierung und Kirche (wie weit ist Digitalisierung in der Kirche denkbar und möglich, wo sind Grenzen)
  • Kommunikation (heutige Kommunikation erfolgt in der Gesellschaft vorrangig digital, welche Chancen gibt es, was kann für die Kirche an Potential gehoben werden)
  • Organisation (wie muss sich das Bistum / die „Kirche“ zukünftig für diese Thema aufstellen)

Ziele

Aus dem Auftrag der DigitalisierungsAG und den dort erwähnten Zielsetzungen leiten sich u. a. weitere Zielebenen ab:

  • Bildung eines Bewusstseins für die notwendigen Transformationsprozesse und dessen proaktive und strategisch-strukturelle Einleitung und Gestaltung
  • konsequentes Denken aller digitalen Angebote vom Mitglied, Nutzenden, Kunden her in einer Haltung als Dienstleister
  • in Ansätzen funktionierende digitale Vernetzung aller kirchlichen Einheiten untereinander, zu den Mitgliedern, Nutzenden, Kunden sowie zu Partnern in der Gesellschaft
  • Angebote und Services aus mindestens einem Bereich von Kirche digital zugänglich, orts- und zeitunabhängig, über ästhetisch-funktionale Plattform, suchmaschinenoptimiert, als digitale Kirchengemeinde
  • testweise Daten stärker zu generieren, zusammenzuführen und zur Weiterentwicklung zu nutzen
  • schnelle und wirkungsvolle Handlungsfähigkeit, um Strategien der digitalen Transformation überhaupt entwickeln und realisieren zu können

Die Entscheidungsvorlagen werden den Gremien des Prozesses vorgelegt und sind in dieser Zusammenfassung nicht enthalten.